Rollo
–Rollowskowicz

Brando
–Brandowiec

Adom
 –Adomski– 

Joey
 –Joeyewczek– 

Rollo
-Rollowskowicz -

Brando
- Brandowiec -

Adom
-Adomski -

Joey
-Joeyewczek-

Die Rotte

Es war einmal ein Hund, dann zwei, dann drei, dann vier – sind alle hier bei mir :) 
Ja, die Rotte ist immer und überall ...

Ro​llo

der berühmte Wolf 
Geboren: circa am 01.01.2012

Röllchen macht schon lange bei uns mit, hat eine krasse Geschichte: Mehr tot als lebendig, wurde er im September 2012 in Griechenland von Angelika Kauer gefunden, abgelegt vor dem Tierheim, reglos lag er da, blass, dehydriert, klapperdürr, im Regen. Er lag im Sterben. Der Tierarzt des Tierschutzvereins schlug vor, den damals noch im Wachstum befindlichen, circa zehn Monate alten Hund zu erlösen, die Tierheimleitung wollte dem jungen Rüden eine Chance geben und ließ ihn infundieren, sie hoffte, dass der junge schwarze Hund kämpfen würde. Und das tat Rollo. Am fünften Tag endlich konnte er selbstständig trinken, nur wenig später hat er auch feste Nahrung alleine zu sich nehmen können. Weitere Wochen des Bangens um sein Leben lagen Rollos Rettern bevor, dann hatte er es geschafft :) 
Nach knapp vier Jahren im Tierheim, kam er im Juni 2016 zu uns.   

Angelika hatte mich gut vorbereitet, mir erzählt, dass niemand so genau sagen könne, was mit Rollo alles so wäre, ob sein Gehirn durch den schrecklichen Zustand, in dem er gefunden wurde, etwas Irreversibles davongetragen hatte, er möglicherweise autistisch sei oder was auch immer, jedenfalls würde er sich im Heim nur verstecken, ward kaum gesehen und in extremer Weise ängstlich, auch für griechische Verhältnisse. Der Verein bot etwas an, was er noch nie zuvor angeboten hatte, nämlich den Hund nach Griechenland zurückzuholen, falls es hier in Deutschland so gar nicht gehen würde mit ihm. Angelika sagte auch, dass sie Rollo im Grunde gar nicht vermitteln wollte, weil er allzu speziell wäre, hätte aber bei uns ein gutes Gefühl. 
Ich selbst liebe es, sogenannte Angsthunde aufblühen zu sehen, war in Bezug auf besonders ängstliche Hunde nicht ganz unerfahren.
So kam Rollo auf dem Flughafen Hamburg an, total abgeschossen für den Transport (stark sediert). Er schlief immernoch, als wir ihn ins Auto brachten, wurde erst munterer, als wir in Münchehagen ankamen. Das Ausmaß seiner Angst kann ich kaum beschreiben, dieser Text würde dann auch viel zu lang. Jedenfalls war unser Anfang recht speziell. Rollo ließ erwartungsgemäß niemanden an sich heran, wollte sich um jeden Preis egal wo verstecken und bekam Panikattacken in geschlossenen Räumen. Damit er nicht weglaufen und zu Schaden kommen konnte, er gleichzeitig aber auch keinen Herzstillstand erleidet, blieb er die erste Zeit im Stall in einer Box bei den Pferden. Eine Box ist ein geschlossener Raum, ja, aber einer, den Rollo einordnen konnte. Später erweiterten wir seinen Raum um eine weitere Box und die Stallgasse zwischen diesen Boxen. Vorsichtig, ganz vorsichtig, hat er irgendwann angefangen, mal zu gucken, was wir so machen. Und irgendwann haben wir den Zaun zwischen den Boxen weggenommen, sodass Rollo den ganzen Stall bewohnen konnte. Bald eroberte er die Reitanlage komplett, ohne jede Begrenzung, war quasi unsere Hofkatze und auf dem Jahre anhaltenden Höhepunkt seines dritten Lebensabschnittes. Es war längst klar, dass Röllchen keine bleibenden Schäden aus seiner ersten Lebensphase – der vor seinem Tierheimaufenthalt – davongetragen hatte, er ist ein kluger, absolut lieber, gutmütiger Hund (Letzteres leider nicht gegenüber Vögeln und Mäusen). Er ging spazieren, mal mit uns, mal alleine, hatte seine diversen Verstecke auf dem Hof, sein Sofa, seinen Korb, seine Hütte, seine Höhlen. Nur ins Haus wollte er nicht, widerstand auch der süßesten Versuchung – obwohl er Essen gegenüber durchaus offen eingestellt war (und bei seiner Ankunft seinem Namen auch alle Ehre gemacht hat, klar, er lag ja nur rum im Tierheim in Griechenland und wurde gut gefüttert) ... 
Im Sommer 2020 wurde seine Atmung sukzessive schlechter, wir bekamen sie mit seiner Haustierärztin nicht in den Griff. Es stand also an, dass Rollo transportiert werden musste, Auto fahren, in eine Klinik. Jessica, seine Ärztin, und ich verabreichten Rollo eine Scheiß-egal-Tablette, die ihn immerhin etwas beruhigte. Trotzdem widersetze er sich nach Kräften. Es tat uns in der Seele weh, ihm die Schnauze zubinden zu müssen und auf den Rücksitz zu verfrachten, wo er mit mir saß. Brando kam auch mit, sodass Rollo zumindest einen hundlichen Gesellschafter hatte. Jessica fuhr in eine etwa eine Stunde entfernt liegende Klink. Dort angekommen, hatte der wirklich überaus reinliche Rollo heftigen Durchfall, durch den er sich stemmte, das ganze Auto war voller Durchfall, er und ich auch, er hatte eine Riesenangst – ich auch. Es ging zur Untersuchung, die in Narkose stattfinden musste. Bei der Untersuchung wurde eine Stimmbandlähmung festgestellt und eine Umfangsvermehrung vor dem Herzen! Die Ärztin fragte, was getan werden soll, denn Rollos Stimmbandlähmung würde eine sofortige OP verlangen, man wisse ja nun aber nicht, was mit der Umfangsvermehrung sei und was diese für Rollo bedeute. Für mich war klar, dass Rollos letztes Erlebnis, was er in seinem Leben hat, unter keinen Umständen eine für ihn Höllenfahrt mit abschließendem Durchfall war, durch den er vor Panik gewälzt ist. Also Not-OP. 
Diese überstand der große Kämpfer gut, allerdings ließ ich ihm nun keine Wahl mehr: Unmittelbar nach der OP nahm ich ihn mit nach Hause und übernahm selbst die Intensivpflege. 
Rollo hat unter der Operation erbrochen, Erbrochenes eingeatmet, eine starke Lungenentzündung entwickelte sich. Dieser Umstand machte die Versorgung zuhause nicht leichter, allerdings konnte sich der total geschwächte Hund auch nicht wehren gegen die neue Lebenssituation, in der es ihm körperlich zwar nicht gut ging, in der er auf der anderen Seite jedoch im Mittelpunkt stand und liebevoll gepflegt wurde. Er gehörte nun unmittelbar zum Rudel, welches sich im Übrigen in rücksichsvoller Weise, vorsichtig, ruhig und willkommenheißend verhielt. Es war wirklich schön zu erleben, wie Rollo immer mehr in seinen vierten Lebensabschnitt hineinwuchs. 
In der zweiten Woche nach der OP kam das Ergebnis der Punktion der Umfangsvermehrung. Sie war bösartig. Und inoperabel. 
Rollo bekommt alle Unterstützung, um ihm sein Leben so angenehm wie möglich zu machen, er zeigt bis heute keinerlei Krankheitsanzeichen. Es geht ihm wirklich sehr gut. Neben Bioresonanztherapie, homöopathischer Medikation, Akupunktur und Osteopathie, bekommt er die Dendritische Zelltherapie. 

Um es nun endlich mal kurz zu machen: Rollo ist verkuschelt wie verrückt und mittlerweile unser Supercoucher!

Vermittelnder Verein: ACE – Tiere in Not e. V.